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Philipps-Universität Marburg

Kunstgeschichtliches Institut, Institut für Bildende Kunst

Fachbereich

Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften

Studiengang

Kunstgeschichte, sowie Kunst, Musik und Medien: Organisation und Vermittlung.

Institut für Bildende Kunst: Hier kann ein Studium im Rahmen des Masterstudiengangs Bildende Kunst – Künstlerische Konzeptionen, von Exportmodulen für andere Lehreinheiten und eines Nebenfachs in Magister- und Diplomstudiengängen aufgenommen werden.

Voraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife, die Meisterprüfung oder einen der Hochschulreife mindestens gleichwertigen ausländischen Sekundarschulabschluss, sowie durch diejenigen studiengangspezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse, die die Philipps-Universität festlegt.

Zum Studium in einem Masterstudiengang ist berechtigt, wer mindestens den erfolgreichen Abschluss eines einschlägigen Bachelorstudiums, sowie diejenigen besonderen studiengangspezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse nachweist, die die Philipps-Universität festlegt.

Struktur

<p>&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;amp;lt;p&amp;amp;gt;&amp;amp;amp;lt;ul&amp;amp;amp;gt; &amp;amp;amp;lt;li&amp;amp;amp;gt;5 Professuren&amp;amp;amp;lt;/li&amp;amp;amp;gt; &amp;amp;amp;lt;li&amp;amp;amp;gt;6 wissenschaftliche Mitarbeiter&amp;amp;amp;lt;/li&amp;amp;amp;gt; &amp;amp;amp;lt;li&amp;amp;amp;gt;ca. 400 Hauptfachstudenten&amp;amp;amp;lt;/li&amp;amp;amp;gt; &amp;amp;amp;lt;li&amp;amp;amp;gt;Fachschaftsrat&amp;amp;amp;lt;/li&amp;amp;amp;gt; &amp;amp;amp;lt;/ul&amp;amp;amp;gt;&amp;amp;lt;/p&amp;amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;</p>

Profs

  • Prof. Dr. Ingo Herklotz
  • Prof. Dr. Lutz Heusinger
  • Prof. Dr. Sigrid Hofer
  • Prof. DR. Katharina Krause
  • Prof. Dr. Hubert Locher
  • Prof. Dr Ulrich Schütte

Lehrende

  • Doris Conrads
  • Richard Helbin
  • Dipl.-Des. Linda Horn
  • Dipl.-Arch. André Kramm
  • M.A. Helge Neubauer
  • Dipl.-Des. Pia Zölzer

Schwerpunkte

<p>&lt;p&gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das Kunstgeschichtliche Institut mit dem Bildarchiv Foto Marburg gehört seit seiner Gründung 1913 zu den großen Instituten in Deutschland. Das Fach Kunstgeschichte wird hier in seiner ganzen Breite gelehrt. Ein Akzent liegt auf den Gebrauchszusammenhängen von Kunst in Vergangenheit und Gegenwart. Gerade auch in dieser Perspektive kooperiert das Institut mit zahlreichen Nachbarfächern, Museen und anderen kunsthistorischen Einrichtungen. Das Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft (seit 1924) gehört zu den führenden deutschsprachigen Zeitschriften des Fachs. Das Bildarchiv Foto Marburg - Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - ist das international größte Fotoarchiv zur europäischen Kunst und Architektur. Seine Bilddatenbank gehört zu den weltweit umfangreichsten kunsthistorischen Informationssystemen.&amp;lt;/p&amp;gt; &amp;lt;p&amp;gt;Das Fachgebiet Grafik und Malerei ist aus dem Amt des Universitätszeichenlehrers hervorgegangen. Die alte, in die Gründungszeit der Universität reichende Tradition, Studierenden zusätzlich zu Kenntnissen in den Wissenschaften eine künstlerische Ausbildung zu ermöglichen und ästhetische Kompetenz zu verleihen, wird heute besonders in den Bereichen Malerei, druckgrafische Techniken und digitale Gestaltung gepflegt. &amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/p&gt;</p>

Projekte

Schwerpunkte der Forschung sind gegenwärtig:

  • Geschichte und Theorie der Bildmedien, insbesondere der Fotografie
  • Wissenschafts- und Mediengeschichte der Kunstgeschichte
  • Methoden der kunstgeschichtlichen Dokumentation
  • Kunstgeschichte Roms im Mittelalter und die Geschichte der Archäologie
  • Geschichte der Architektur und Bildkünste in Deutschland und Frankreich von der Renaissance bis zur Gegenwart
  • Europäische Hofkultur
  • Kunst in der DDR (Arbeitskreis Kunst in der DDR)
  • Materialität und Werkbegriff in der Gegenwartskunst
  • Mittelalterliche Retabel in Hessen (DFG-Projekt)
  • Architektonisch und bildmedial verfasste Sicherheitskonzeptionen in der Frühen Neuzeit (SFB-Teilprojekt)
  • Haus und Straßenraum: Konstruktion und Repräsentation von Sicherheit in der Stadt (SFB-Teilprojekt)

Ausstattung

Bibliothek mit 70.000 Bänden; digitale Diathek mit ca. 100.000 Klein- und Großdias; Fotothek mit 150.000 Fotografien; Bildarchiv Marburg mit 1,2 Mio Negativen; Witt Library mit 1,8 Mio Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Drucken auf Microfiche; Conway Library mit 800.000 Reproduktionen von Bauwerken, Skulpturen und Werken des Kunstgewerbes auf Microfiche; Alinari - Archiv mit 120.000 Fotografien auf Microfiche; Biblioteca Cicognara mit 5.000 Werken der Kunstliteratur und des archäologischen Schrifttums des frühen 16. bis frühen 19.Jahrhunderts aus dem Besitz der Biblioteca Vaticana auf Microfiche; erste elektronische Datenbank zur Kunst in Deutschland.

Geschichte

Das Institut für Bildende Kunst ist aus dem Amt des Universitätszeichenlehrers hervorgegangen. Die alte, in die Gründungszeit der Universität reichende Tradition, Studierenden zusätzlich zu Kenntnissen in den Wissenschaften eine künstlerische Ausbildung zu ermöglichen und ästhetische Kompetenz zu verleihen, wird heute besonders in den Bereichen Malerei, druckgrafische Techniken und digitale Gestaltung gepflegt.

Kunstgeschichte interdisziplinär zu begreifen hat in Marburg eine lange Tradition. 1924 entwickelte der Kunsthistoriker Richard Hamann zusammen mit dem Universitätskurator Dr. Ernst von Hülsen die Idee, ein Institut der gesamten Kunstwissenschaften zu begründen. Wichtig war von Beginn der Gedanke, die Wissenschaften aus ihrem universitären Elfenbeinturm herauszulösen und sie mit einer Vielfalt von Praxisfeldern zu verbinden. Zum 400. Geburtstag der Philipps-Universität - im Juli 1927 - wurde das fast ganz aus Stiftungen finanzierte Institutsgebäude eröffnet, das seit 1950 Ernst-von-Hülsen-Haus heißt. In ihm wurden die kulturwissenschaftlichen Einrichtungen der Universität zusammengeführt: das Museum, die Vor- und Frühgeschichte, die klassische und die frühchristliche Archäologie, die Kunstgeschichte, das Institut für Bildende Kunst, das Lektorat für Photographie (heute Bildarchiv Foto Marburg), das Lektorat für Vortragskunst (heute Sprechwissenschaft/Institut für Germanistische Sprachwissenschaft) und die Musikwissenschaft, für die 1930 nachträglich noch der Konzertsaal eingebaut wurde. Das interdisziplinäre und praxisorientierte Konzept des Jubiläumsbaus hat sich bis heute als tragfähig erwiesen.