Shop-Detail

Marion Elias

Niemandsland

Aus dem Notizbuch eines Malers

Verlag: VDG

Niemandsland © Cover VDG Weimar

Kategorie: Elektronische Bücher/Downloads

Preis: 19,50 Euro

beim Verlag bestellen

Über den Titel

Niemandsland ist das Gebiet zwischen feindlichen Linien, unerforschtes, herrenloses Terrain. So steht es im Wörterbuch. Für das Metier der Malerei wird dieses Niemandsland in der vorliegenden Abhandlung bildlich zum Standort, für die Maler zur Kolonie: Eine Ecke, die nirgendwo dazugehören soll, nicht einmal mehr zur Kunst, und die keiner will. Unnotwendig, veraltet, obsolet. Malerei, bloß Bilder, damit kann man doch heutzutage nichts mehr anfangen. Aus dieser Position heraus entwickelt Marion Elias eine skeptische Intervention zum üblich gewordenen, theoretisch-überfrachteten Regelkanon der kontemporären bildenden Kunst. Blickwinkel dabei bleibt das Atelierfenster, der Standpunkt ist der einer Fragenden, einer Bildermacherin, die gerne auf den Ausdruck "Künstler" verzichtet und auf der geschlechtslosen Version "Maler" ohne -in besteht. Die Autorin zerlegt in konsequenter Beweisführung jene (behaupteten) Normen, über die eine mainstreamprägende Fachwelt zu zementieren versucht, was denn Kunst sei, was sie darf und soll. Mutig und pointiert erteilt Elias der eingespielten Phraseologie, der Schlampigkeit der Begriffe und Inhalte, dem Pathos einer nicht kunstimmanenten und somit keineswegs verpflichtenden Aufgabenserie eindeutige Absagen. Der offene Bogen an Argumentationen spannt sich dabei von der Renaissance bis ins Heute und entkräftet wenigstens zwei "Leitsätze": den der Marginalisierung der Malerei sowie den der Diskriminierung des Ästhetischen. Wenn Kunst etwas nicht sein sollte - dann - durchschnittlich. "'Niemandsland' ist das Protokoll einer Orientierungssuche, es ist Sachbuch, Glaubensbekenntnis, Erfahrungsbericht, kunsttheoretisches Essay und ästhetisches Manifest in einem. Die Autorin verteidigt darin die Malerei mit Leidenschaft und großem Ernst als ein Handwerk, als eine kunstvolle, auf methodischer Übung basierende Schulung von Auge und Hand [...]. Dabei vermischen sich mitunter analytischer Anspruch und emotionales Engagement, der Wille zu sachlicher Distanz und zu kämpferischer Einmischung. Man muss aber durchaus nicht mit jeder einzelnen These einverstanden sein, um das Grundanliegen nachvollziehen zu können: den Einspruch gegen die absolute Herrschaft der Diskurse und das Plädoyer für ein Existenzrecht einer Malerei, die nichts als Malerei sein will." Demand, Christian (24.06.2006), Bayrischer Rundfunk, Kulturkritik, Büchermagazin.

Weitere Angaben zum Titel

ISBN: 9783897394865

DOI: 10.1466/20061204.72

Dateigröße: 1,22 MBytes

Dateiformat: pdf