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Bertling Biaggini, Claudia

Giorgione pictor et musicus amatus - Vom Klang seiner Bilder. Eine musikalische Kompositionsästhetik in der Malerei gegen die Aporie der Norm um 1500

Verlag: Georg Olms Verlag

Giogione pictor et musicus amicus©Olms Verlag.jpg

Kategorie: Bücher/Kataloge

Preis: 58,00 Euro

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Über den Titel

Mit dieser komplexen Untersuchung, die in einen vielfältigen kulturgeschichtlichen Kontext eingebettet ist, legt die Autorin einen innovativen
Beitrag zur Giorgione-Forschung vor. Der Leser erhält differenzierten Einblick in «eine musikalische Kompositionsästhetik in der Malerei». (Frank Zelger, Neue Zürcher Zeitung, 12.11.2011)

‚Giorgione und die Musik’ ist bislang als Thema überwiegend in Bezug auf den Bildinhalt untersucht worden. Im vorliegenden Buch über Giorgione (1477/78-1510) werden seine Gemälde erstmalig auf ihre musikalische Struktur hin analysiert. Wesentlich ist die zentrale Erkenntnis, dass die Entwicklung der Malerei und die musikalische Kompositionstechnik um 1500 in engem Bezug zueinander stehen.
Der Musiktheoretiker Franchino Gaffurio, der Maler Leonardo da Vinci und der Mathematiker Luca Pacioli gaben bedeutende Anstösse zum Wandel in der venezianischen Malerei. Bereits hier deutet sich der Einfluss der artes liberales auf eine neue Kunstauffassung zu Beginn des Cinquecento an. Pionier eines harmonikalen Klangbildes war aber der allseits geschätzte Maler und Musiker Giorgione, in dessen Bildern sich musikalisch-mathematische Strukturen aufzeigen lassen. Auf diese Weise ist seine Kunst ein erstes Beispiel für die Affinität von musikalischen und visuellen Phänomenen in der Malerei, die in den nachfolgenden Jahrzehnten, etwa bei Tizian, wie selbstverständlich angelegt ist.

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‘Giorgione and music’ is a topic which has previously been studied predominantly in terms of the content of his pictures. In this study of Giorgione (1477/8-1510) his paintings are analysed for the first time on the basis of their musical structure. Fundamental to this is the central understanding that developments in painting and in the techniques of musical composition were closely related in the period around 1500.
The music theorist Franchino Gaffurio, the painter Leonardo da Vinci and the mathematician Luca Pacioli provided significant impulses for the change in Venetian painting, which already foreshadow the influence of the artes liberales on a new conception of art at the beginning of the cinquecento. But the pioneer of a harmonic sound pattern was the universally admired painter and musician Giorgione, in whose pictures musical and mathematical structures can be identified. Thus his art is an early example of the affinity between musical and visual phenomena in painting, which in the following decades, in Titian’s work for example, is practically taken for granted.

Weitere Angaben zum Titel

ISBN: 978-3-487-14498-6

Erscheinungsjahr: 03.2011

Sprache(n): Deutsch

Reihe: Studien zur Kunstgeschichte (188)

Band: 188

Auflage: 1. 2011

Illustrationen: mit 89 Abb.

Seiten: 396 S.

Status: lieferbar

Einband: kartoniert

Format: 21,0 x 14,8 cm