Tagungen

Symposium: Das anatomische Zeichnen, am 16. und 17. November 2017 in Dresden

Die HfBK Dresden widmet sich in ihrem Symposium der Bedeutung des menschlichen Körpers in der Kunstausbildung, aber auch in der Kunst an sich. Dabei steht nicht nur die Vergangenheit des anatomischen Zeichnens im Fokus, sondern auch eine mögliche Zukunft.

Von den Gründungen europäischer Kunstakademien an bis ins 20. Jahrhundert hinein gehörte die Künstleranatomie zu den wichtigsten Grundausbildungsfächern. So war und ist es auch in der Geschichte der über 250 Jahre alten Dresdener Kunsthochschule. Das anatomische Zeichnen hat hier eine bedeutende Tradition, und auch aktuell ist das Interesse von Studierenden an der zeichnerischen Aneignung der menschlichen Anatomie groß. Seit 1764 führen und lehren Künstler und Mediziner in Dresden mit unterschiedlichen Konzepten und Auffassungen das Fachgebiet Künstleranatomie. Zugleich wurde eine anatomische Lehrsammlung gegründet, die sich als einzige ihrer Art in Deutschland erhalten hat. Nachdem die Hochschule 2014 der Geschichte und Bedeutung anatomischer Sammlungen eine internationale Tagung gewidmet hat, ist es das Ziel des Symposiums, das anatomische Zeichnen unter künstlerischen, theoretischen und historischen Gesichtspunkten zu diskutieren und es neu, auch im Hinblick auf seine Zukunft hin zu befragen.

Programm

Donnerstag, 16. November 2017

10.00 Uhr
Begrüßung und Einführung in das Thema

Historische Perspektiven I

10.15 Uhr
Nicole Hegener (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften):„L’intelligenza de‘ muscoli“. Baccio Bandinelli als anatomischer Zeichner


11.00 Uhr
Patricia A. Gwozdz (Universität Potsdam, Institut für Romanistik): Vom anatomischen Zeichnen zur Figur als Zeichen: Techniken des Figurativen und Figuralen in Kunst und Literatur

11.45 Uhr
Pirkko Rathgeber (Universität Basel): Die Strichfigur für die proportional-bewegte Zeichnung. Bedeutung und Wandel einer schematischen Figur in Lehre und Praktik der Zeichenkunst 


12.30 Uhr Mittagspause

Historische Perspektiven II

14.00 Uhr 

Sandra Mühlenberend (BMBF-Projekt „Körper und Malerei“, HfBK Dresden): Lernende Lehrende. Aneignung und Vermittlung der Künstleranatomie an der Kunstakademie Dresden seit Gründung an

14.45 Uhr
Julia Blume (Hochschule für Grafik und Buchkunst, Institut für Theorie, Leipzig): Die künstlerisch-anatomische Lehre von Ingo Garschke im Grundstudium der HGB Leipzig 


15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr
Frigyes König (Ungarische Universität der Bildenden Künste, Budapest): Alte Schule mit neuen Lektionen. Anatomie und Raumdarstellungslehre am Lehrstuhl der Künstleranatomie. Zeichnen und darstellende Geometrie an der Universität für bildende Künste Ungarn.


16.45 Uhr
Michael J. Molyakov (Russische Kunstakademie, St. Petersburg)

17.30 Uhr
Führung durch die anatomische Sammlung der HfBK Dresden

Freitag, 17. November 2017

Künstleranatomie heute I

10.00 Uhr
Julia Dufek (Filmuniversität Babelsberg, Studiengang Animation, Potsdam): Vier Dimensionen der Künstleranatomie – räumliche und zeitliche Erkundungen der menschlichen Form 


10.45 Uhr
Hendrik Silbermann (freischaffender Künstler, Dresden): Anatomie für Künstler – ein wichtiger Baustein eines künstlerischen Studiums im 21. Jahrhundert?


11.30 Uhr Kaffeepause

12.00 Uhr
Friederike Jokisch (freischaffende Künstlerin, Leipzig/Berlin): Die Anatomie des Menschen in Beziehung zu anderen Lebensformen und deren Schöpfungen in der Bildenden Kunst


12.45 Uhr Mittagspause

Künstleranatomie heute II

14.15 Uhr
Kathrin Siegrist (freischaffende Künstlerin, Basel): Dancing Anatomical Drawing – a Stretch Towards the Unknown

15.00 Uhr
Sándor Dóró (HfBK Dresden, Künstleranatomie): Das anatomische Zeichnen

15.45 Uhr Kaffeepause

16.15 Uhr
Podiumsdiskussion: Die Zukunft der Künstleranatomie

17:15 Uhr Abschluss

Anmeldung bis 10.11.2017: Bettina Uppenkamp (uppenkamp©hfbk-dresden.de)

Ort: Aktsaal der HfBK Dresden, Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden

Weitere Informationten unter www.hfbk-dresden.de

Ein Symposion im Rahmen des BMBF-Projektes „Körper und Malerei. Erschließung, Erforschung und Nutzung der Anatomischen Lehrsammlung und der Gemäldesammlung der Hochschule für Bildende Künste Dresden“.

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