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Buchtipps: Frauen und die Kunst

Heute ist der Internationale Frauentag. Nicht nur in der Gesellschaft, auch in der Kunst haben Frauen seit jeher eine Rolle gespielt, wurden aber auch hier manchmal nicht gebührend gewürdigt. Wir stellen Ihnen fünf Bücher vor, die Schlaglichter auf beeindruckende Künstlerinnen werfen.

Seraphine Louis © Cover Reimer Verlag | Catharna van Hemessen © Cover Schwabe Verlag | Ursula Benker-Schirmer © Cover VDG Weimar | Margarete Junge © Cover Sandstein verlag | Civic Radar © Cover Hatje Cantz
Seraphine Louis © Cover Reimer Verlag | Catharna van Hemessen © Cover Schwabe Verlag | Ursula Benker-Schirmer © Cover VDG Weimar | Margarete Junge © Cover Sandstein verlag | Civic Radar © Cover Hatje Cantz

Marion Welsch, Jürgen Vietig (Hrsg.): Margarete Junge. Künstlerin und Lehrerin im Aufbruch in die Moderne, Sandstein Verlag 2016

Margarete Junge (1874–1966) gehörte bisher zu den zu Unrecht vergessenen Künstlerinnen der Zeit zwischen Jugendstil und Bauhaus. Die Designerin entwarf insbesondere Möbel, aber auch Lampen, Schmuck und Kleidung. Mit ihren Arbeiten für die Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst in Hellerau hat sie nachhaltig Spuren in der Geschichte des Kunsthandwerks hinterlassen, immerhin gehörten Größen wie Elfriede Lohse-Wächtler oder Fritz Tröger zu ihren Schülern. Das Buch beleuchtet sowohl alle Facetten des künstlerischen Schaffens aks auch die Persönlichkeit Margarete Junges. ...weiterlesen

Lynn Hershman Leeson: Civic Radar, Hatje Cantz 2016

Lynn Hershman Leeson gehört zu den ersten und wohl einflussreichsten Medienkünstlerinnen. Während der letzten fünf Jahrzehnte hat sie in den Bereichen Fotografie, Video, Film, Performance, Installation und interaktive sowie netzbasierte Medienkunst Wegweisendes geleistet. Die großen Themen von Hershman Leeson sind die Konstruktion von Identität, Überwachung bzw. Kontrolle und das Leben im Zeitalter der Gentechnologie. Von ihrer bekanntesten Werkreihe um Roberta Breitmore bis hin zu ihren jüngsten Arbeiten bietet diese große Monografie die ganze Spannbreite der Kunst Leesons. ...weiterlesen

Marguerite Droz-Emmert: Catharina van Hemessen - Malerin der Renaissance, Schwabe Verlag 2004

Catharina van Hemessen (1527/28-um 1583) ist die erste flämische Künstlerin, von der uns signierte und datierte Gemälde überliefert sind. Ihr in mindestens drei Varianten erhaltenes Selbstbildnis aus dem Jahre 1548 ist das früheste bekannte Gemälde, in dem sich eine Künstlerin oder ein Künstler an der Staffelei arbeitend und am eigenen Bildnis malend darstellt. Die Untersuchung widmet sich sowohl der Biografie der Künstlerin, als auch den Ausbildungsmöglichkeiten junger Frauen und Malerinnen in der Renaissance sowie den Arbeitsbedingungen von Kunstschaffenden in Antwerpen. Catharina van hemessens Selbstbildnis wirft dabei zugleich ein Schlaglicht auf die Porträtmalerei der Zeit. ...weiterlesen

Hans Körner, Manja Wilkens: Séraphine Louis 1864–1942, Reimer 2015

Blumen, Blätter, Blütenbäume – von kleinen Stillleben hin zu phantastischen Paradiesbäumen. Das Œuvre der Autodidaktin Séraphine Louis entwickelte sich auf ungewöhnliche Weise. Séraphine Louis malte, weil sie glaubte, den Auftrag dazu von ihrem Schutzengel und der Muttergottes erhalten zu haben. So entstanden – vor allem nach der Wiederbegegnung mit Wilhelm Uhde 1927 – immer mehr bizarre, vegetabile Formen und apokalyptische Visionen. Körner und Wilkens berichten historisch fundiert über das Leben der Malerin: von ihrer Geburt in Arsy über einen 20jährigen Aufenthalt im Kloster und ihre Maltätigkeit in Senlis bis zu ihrer Einweisung in die Psychiatrie 1932, wo sie 1942 verstarb. ...weiterlesen

Katja Domdei: Ursula Benker-Schirmer. Deutsche Tapisseriekunst des 20. Jahrhunderts, VDG Weimar 2007

Ursula Benker-Schirmer (geb. 1927) - Tapisseriekünstlerin und Manufakturbetreiberin - studierte an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und an der meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin. 1957 gründete sie ihr eigenes Atelier, ab 1971 leitete sie die Nürnberger Gobelinmanufaktur und gründete schließlich ihre eigene Fränkische Gobelin Manufaktur, in der sie eigene Entwürfe und die anderer Künstler umsetzte. Die Darstellung ihres herausragenden künstlerischen Werdegangs sowie die kunsthistorische Aufarbeitung ihres Werkes stehen im Zentrum der Arbeit von Katja Domdei, ihr schließt sich ein von Ursula Benker-Schirmer selbst erstelltes Werkverzeichnis an. ...weiterlesen    

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